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Asylpolitik-Missbrauch: Fehlbare Politiker zur Rede stellen!

Mittwoch, 9. September 2015
Stefan Schlegel

Pünktlich zur Asyldebatte im Nationalrat veröffentlicht die Operation Libero ein Video. Darin fordert sie dazu auf, Politikerinnen und Politiker zur Rede zu stellen, die sich im Wahlkampf auf Kosten der Flüchtlinge profilieren wollen. Der bekannte Schauspieler Gilles Tschudi spielt einen fiktiven Kandidaten. Dieser geht mit populären Scheinargumenten auf Stimmenfang  – die der Fakten-Check der Operation Libero als Nonsense entlarvt.

„Ich finde, die Schweizer Grenzen sollten von der Armee bewacht und Asylanten mit Arbeitszwang in geschlossenen Unterkünften untergebracht werden.“ – Wie Gundelfinger verfallen Politikerinnen und Politiker im Kampf um Wählerstimmen dem Grössenwahn. Neben dem Ruf nach hartem „Durchgreifen“ sind aber auch Fantasiezahlen weitverbreitet: „Auch wir stehen hinter der humanitären Tradition der Schweiz. Aber 95% dieser Asylanten kommen gar nicht aus humanitären Gründen“, sagt Gundelfinger. Der fiktive Kandidat ist die fleischgewordene Durchschnittlichkeit. Er spielt geschickt mit den Schicksalen der Flüchtlinge – und hat scheinbar alle Chancen, damit endlich den Sprung nach Bundesbern zu schaffen.

Damit es nicht so weit kommt, sagt die Operation Libero dem Asylpolitik-Missbrauch den Kampf an: Entgleisungen wie der Fachkräfte-Post von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli sind nur die Spitze des Eisbergs. Die SVP fordert ein Asylmoratorium, Urs Schwaller, Gerhard Pfister und weitere CVP-Politiker wollen für Asylsuchende Zwangsarbeit einführen und FDP-Präsident Philipp Müller will Asylverfahren stornieren und durch einen lediglich vorübergehenden Schutz ersetzen. Was ist bloss mit der Schweiz passiert? Wir waren stolz darauf, Flüchtlingen aus Ungarn, aus der Tschechoslowakei und aus Tibet einen Neuanfang zu ermöglichen. Was hat sich seither geändert? Wir haben uns geändert. Unsere freiheitlichen Reflexe sind seither verkümmert. An ihre Stelle sind Neid und Angst getreten. 

Die Operation Libero kämpft dafür, dass statt der Obsession der “Missbrauchsbekämpfung” und der “Senkung der Attraktivität” wieder der Schutz der Freiheit des Einzelnen im Zentrum der Schweizer Flüchtlingspolitik steht. Dazu gehört der Gedanke, dass Menschen, die sich entschlossen haben, gegen Knechtschaft aufzustehen und ihr Leben aus eigener Kraft zu verbessern, mit unserer Sympathie und unserem Schutz rechnen dürfen. 

Im  heute veröffentlichten Video unterwirft die Operation Libero die populären Scheinargumente dem Fakten-Check. Sie fordert Zeugen von Asylpolitik-Missbrauch dazu auf, die Politikerin oder den Politiker unmittelbar zur Rede zu stellen – oder den Fall der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die Operation Libero freut sich, mit Gilles Tschudi einen der bekanntesten Schweizer Schauspieler für die Rolle des Gundelfinger gewonnen zu haben. Auf www.asylpolitikmissbrauch.ch können Interessierte den an alle Kandidierenden gerichteten Brief „Stopp dem Asylpolitik-Missbrauch“ unterzeichnen.

 

Kontakt & Video-Links

Links:

Kontakte:

Stefan Schlegel, Leiter Gesellschaftspolitik Operation Libero Schweiz
+41 79 393 65 16 oder stefan.schlegel@operation-libero.ch

Dominik Elser, Co-Präsident Operation Libero Schweiz
+41 79 730 63 65 oder dominik.elser@operation-libero.ch

Gilles Tschudi, Schauspieler
+41 79 691 09 31 oder mail@gillestschudi.com