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CVP-Ehe-Initiative fesselt Frauen an den Herd

19. Feb. 2016

Mit der Initiative „Abschaffung der Heiratsstrafe“ verhindert die CVP nicht nur die längst fällige Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, sondern auch ein neues, fortschrittliches Steuersystem. Sie festigt eine Welt, in der die klassische Arbeitsteilung eines Einverdienerhaushalts vorherrscht. Frauen zurück an den Herd? Operation Libero sagt Nein zu diesem Unsinn.

„Heiratsstrafe abschaffen“ – wer kann schon gegen ein so hehres Anliegen sein? Eine ungleiche Besteuerung nach Zivilstand soll aufgehoben werden. Doch der Schein trügt: denn gleichzeitig will die CVP nämlich auch festlegen, dass Ehepaare weiterhin gemeinsam besteuert werden müssen. Damit ist sie auf dem Holzweg.

Frauenfeindliche gemeinsame Steuerveranlagung

Eine getrennte Besteuerung von Ehepartnern bringt vor allem zwei Vorteile mit sich. Sie ist mit Blick auf den Zivilstand neutral, diskriminiert also weder Ehepaare noch Unverheiratete. Zudem reduziert sie die Besteuerung der Zweitverdiener in einem Ehepaar, faktisch sind dies meist die Frauen und bestärkt diese somit mehr zu arbeiten. Mit der gemeinsamen Veranlagung der Einkommen sind die Einkünfte der Zweitverdiener deutlich höheren impliziten Steuerbelastungen ausgesetzt als jene der Hauptverdiener. Damit wird ihnen der Anreiz zum Arbeiten genommen und das klassische Familienbild – der Mann als Hauptverdiener, die Frau zu Hause – wird weiter zementiert. Die finanziellen Fehlanreize der CVP-Ehe-Initiative ketten die Frauen an ein längst verblassten Familienideal.

Reicher werden mit Individualbesteuerung

Mit der steuerlichen Entlastung der Zweitverdiener ist die Individualbesteuerung der Schlüssel zu einem höheren Beschäftigungsgrad der Frauen - ein konkreter Schritt für den vielbesagten Fachkräftemangel, ein Wohlstandstreiber für die Schweiz und nicht zuletzt auch ein Schritt hin zur Gleichstellung.

Software für die Bürger, nicht umgekehrt

Der Bundesrat geht von zusätzlichen 1,7 Millionen Steuererklärungen aus, die mit der individuellen Veranlagung notwendig würden.  Vor lauter Schreck ob dem zusätzlichen Aufwand vergessen die Gegner der Individualbesteuerung  Entscheidendes. Mehr erwerbstätige Frauen würde natürlich auch zusätzliche Steuereinnahmen bedeuten und vor allem: Nicht die Menschen haben sich nach den technischen Möglichkeiten der Steuersysteme zu richten, sondern die Steuersysteme nach den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. Damit gibt es nur eine Lösung für die Zukunft: Individualbesteuerung.

Nein zur CVP Initiative am 28. Februar

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Wir poltern gegen die CVP-Ehe-Initaitive - hilf mit!

Gemäss der ersten Trendumfrage des Forschungsinstituts GFS im Auftrag der SRG würden 67% der StimmbürgerInnen am 28. Februar die CVP-Ehe-Initiative annehmen. Bis am Abstimmungssonntag haben wir noch viel Informations- und Überzeugungsarbeit zu leisten.

Ab dem 13. Februar poltern wir lauthals gegen die Diskriminierung. Mit diversen Verteilaktionen machen wir StimmbürgerInnen darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, am 28. Februar an die Urne zu gehen und ein NEIN zur CVP-Ehe-Initiative einzuwerfen. Dabei sind wir auf die Unterstützung unzähliger Liberas und Liberos, die Flyer verteilen, angewiesen.

75 Liberas und Liberos poltern gegen die CVP-Initiative.

Polter-Action

 

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