Sie sind hier

Nachhaltiger Verkehr: Gerechte Kostenverteilung und Mobility-Pricing

Wir wollen eine Mobilität, die uns wirklich weiter bringt. Unser Verkehr muss nachhaltig finanziert werden und die Kosten effizient und verursachergerecht verteilt sein. Deshalb sollten die Kosten für Strasse und ÖV schrittweise erhöht werden.

Mobilität und mit ihr leistungsfähiger und bezahlbarer Verkehr sind für die persönliche Freiheit unserer Bürgerinnen und Bürger und die Entwicklung unserer Wirtschaft unerlässlich. Gleichzeitig ist es zentral, dass die Verkehrsnutzerinnen alle von ihnen verursachten Kosten übernehmen und so den Auswirkungen ihres Verhaltens auf Luft, Lärm und Klima Rechnung tragen.

Was bis jetzt falsch läuft:

Währenddem die Steuerzahler den öffentlichen Verkehr massiv subventionieren, steht der Privatverkehr nicht für alle Umweltbeeinträchtigungen gerade, für die er verantworlich ist. Unter dem Strich berücksichtigen wir mit unserem Verkehrsverhalten nicht alle Kosten, die wir verursachen. Dies führt zu Überlastungen der bestehenden Infrastrukturen und zu milliardenschweren Überinvestitionen, die wir alle durch hohe Steuern erkaufen. Gleichzeitig  finanzieren die Wenigfahrer die Vielfahrer - das ist nicht gerecht. Die verbilligte Mobilität heizt zudem die Zersiedelung an, und widerspricht somit zentralen raumplanerischen Bestrebungen. Und am Ende profitieren von den Subventionen nicht die Pendler, sondern die Bodenbesitzer.

Was wir wollen:

  • Eine gerechte Kostenverteilung im Verkehr: Die Verkehrsnutzer sollen die Kosten ihres Mobilitätverhaltens tragen. Wenn wir den Nutzerfinanzierungsgrad für Schiene und Strasse erhöhen, gehen die Menschen auch kosten- und umweltbewusster mit der Mobilität um. Dies ist nicht möglich, solange mit Steuergeld der Verkehr gefördert wird und gewisse Umweltbeeinträchtigungen unbeachtet bleiben. Die Kosten von ÖV und Privatverkehr sollten im gleichen Ausmass erhöht werden.
  • Mobility-Pricing für eine clevere Verkehrssteuerung: Verkehr soll dann mehr kosten, wenn ihn viele benutzen wollen. Somit können Verkehrsströme gleichmässiger über den Tag verteilt werden. Wir bräuchten dann auch weniger Infrastrukturen, um dieselbe Menge an Verkehr fertigen zu können. So sollten z.B. die Einführung von Strassen-Mauts sowie von Preisdifferenzierungen im öffentlichen Verkehr ins Auge gefasst werden.
  • Den Fernbusverkehr in der Schweiz liberalisieren: Wir sollten den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern zulassen. Je ausgeprägter der Wettbewerb zwischen Schiene, Strasse und Flugzeug, umso eher werden die Preise für die Konsumenten am Ende sinken. Wenn dadurch Autofahrer vermehrt auf Fernbusse umsattlen, wäre das auch  im Sinne der Umwelt.
  • Geringverdiener gezielt unterstützen: Umverteilung, die über die Subventionierung des Verkehrs erkauft wird, ist ungezielt und ungerecht. Nur über das Steuersystem kann effektiv umverteilt werden. Benötigen wir weniger Steuermittel für die Finanzierung von Verkehrsinfrastrukturen, stehen Gelder für eine gezielte Umverteilung zur Verfügung.
 

Generic Sharing

Informiert bleiben