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Ein Referendum gegen die Realität

29. Jun. 2016

In der Sommersession haben National- und Ständerat klar Ja gesagt zur Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare. Während die Stiefkindadoption aktuell ausschliesslich verheirateten Ehepaaren vorbehalten ist, soll sie laut den Räten bald allen Paarbeziehungen offen stehen, unabhängig von der sexuellen Orientierung und vom Zivilstand. Wie zuvor angekündigt hat ein konservatives Komitee aus den Reihen von CVP, SVP und EDU dagegen das Referendum ergriffen.

Bis am 6. Oktober haben sie Zeit die 50’000 Unterschriften zu sammeln. Es ist im Grunde ein Anti-Realitäts-Referendum: Das Komitee argumentiert mit dem “Kindswohl” und verschliesst dabei die Augen davor, dass der Begriff Familie heute breiter verstanden werden darf. Unsere Gesellschaft ist schon längst geprägt durch unterschiedliche Lebensentwürfe und Gemeinschaften. Und sie verdienen in einer liberalen Gesellschaft gleiche Rechte.

Die Operation Libero wird dieses Referendum bekämpfen um für eine Schweiz einzustehen, welche die gelebten Realitäten anerkennt, freie Lebensentwürfe gewährt und alle Lebensgemeinschaften gleichstellt: https://www.operation-libero.ch/de/lebensentwuerfe

Seit Entstehung der Bewegung setzt sich die Operation Libero als Nicht-LGBT-Organisation dafür ein, dass alle einvernehmlichen Beziehungsformen rechtlich gleich behandelt werden sollen. Die Eheöffnung und die Stiefkindadoption sind kein Sonderrecht für eine Minderheit - sondern sollten in einer liberalen Gesellschaft selbstverständlich und im Interesse aller sein. Die Schweiz weist eine Vielfalt an Lebensentwürfen auf. Es ist Zeit, dies anzuerkennen.

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