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Auftakt zu Nein-Kampagne gegen CVP-Ehe-Initiative

Donnerstag, 14. Januar 2016
Jessica Zuber

Die Vereine Pro Aequalitate und Operation Libero lancieren gemeinsam die Nein-Kampagne gegen die diskriminierende CVP-Ehe-Initiative, die am 28. Februar an die Urne kommt. Die Kampagne mit dem Titel «Gemeinsam weiter» macht die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf die diskriminierende Ehedefinition im Initiativtext aufmerksam.

Bereits heute existiert faktisch eine Heirats-Verbot für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen (LGBT) mit gleichem Geschlecht. Die CVP-Initiative will durch ihre Definition der Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau diese Diskriminierung noch zusätzlich zementieren. Es droht die Gefahr, bei einer Annahme der Initiative würde die Diskussion zur Frage der Eheöffnung für LGBT-Menschen im Voraus abgewürgt und die Türen zur Eheöffnung über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinaus zu verschlossen.

Zudem ist eine solche Definition der Ehe in der Verfassung für das Anliegen der Initiative vollkommen unnötig - mehr noch: Sie verletzt die Einheit der Materie. Damit bringt die CVP eine perfide Mogelpackung zur Abstimmung, die über die Hintertür ein traditionelles Familienbild zementieren will und dabei der Familienvielfalt von heute in keiner Weise gerecht wird. 

Der Realität ein Gesicht geben
Die Kampagne «Gemeinsam weiter» will die heutige Realität abbilden. Gegnerinnen und Gegner der Initiative geben der Kampagne ein Gesicht, indem sie sich für Foto- und Videoaufnahmen zur Verfügung gestellt haben. Die Aufnahmen werden für die Nein-Kampagne selbst verwendet, in der die Teilnehmenden mit einem persönlichen Statement in Erscheinung treten. Über 250 Menschen haben sich für die Kampagne zur Verfügung gestellt.

Der Kampagnen-Titel «Gemeinsam weiter» bringt zum Ausdruck, dass der mit dem Partnerschaftsgesetz eingeschlagene Weg der Gleichstellung von LGBT-Menschen weiter beschritten werden soll. Und zwar gemeinsam. Mit der Hilfe der gesamten Bevölkerung.

Roadtour durch die Schweiz
Vom 14. Januar bis zum 20. Februar tourt die Kampagne durch die Schweiz, um Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, am 28. Februar 2016 ein NEIN gegen die homophobe Initiative in die Urne zu legen. Die Roadtour wird ermöglicht durch das grosse Engagement von über 100 Freiwilligen. Alle Daten und Standorte findet man hier

Engagement der breiten Bevölkerung
Die Aktion "Schreib deiner Oma" ermuntert Menschen, die vielleicht noch nicht von einem NEIN überzeugt sind, die Initiative abzulehnen. Auch 1000 Balkonfahnen werden in der Schweiz an Balkonen auf das persönliche Engagement aufmerksam machen.

Webseite der Kampagne
Downloadseite für Logo & Kampagnenbilder


Pro Aequalitate
Der Verein Pro Aequalitate wurde am 29. August 2015 in Bern gegründet. Er setzt sich für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transmenschen und Intersexuellen (LGBTI) ein im Rahmen von Volksreferenden und Volksinitiativen und Volksabstimmungen. Mehr als 20 LGBT-Vereine gehören zu Pro Aequalitate.

Operation Libero
Operation Libero steht für Umbruch in der Schweizer Politlandschaft. Wir engagieren uns für eine Schweiz, in welcher wir das Chancenland des 21. Jahrhunderts sehen. Wir flüchten uns nicht in simple Scheinlösungen angesichts einer komplexer werdenden Umwelt, sondern gestalten die Zukunft nach unseren Vorstellungen. Wir sind die neue politische Bewegung der Schweiz.

Für Medienauskünfte:
Bastian Baumann
Co-Präsident Pro Aequalitate
Kampagnenleiter «Gemeinsam weiter»
info@gemeinsam-weiter.ch / 079 796 28 67 

Jessica Zuber
Co-Präsidentin Operation Libero Bern
Kampagnenleiterin «Gemeinsam weiter»
jessica.zuber@operation-libero.ch / 079 405 45 63

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