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In Bewegung: Flavia Kleiner tritt nach 6 Jahren als Co-Präsidentin der Operation Libero ab

Sonntag, 17. Mai 2020

Flavia Kleiner brachte frischen Wind in die Schweizer Politlandschaft. Nun zieht die Mitgründerin und Co-Präsidentin von Operation Libero weiter: Sie tritt nach 6 Jahren an der Spitze der Bewegung zurück – und bleibt dem Verein als Unterstützerin erhalten. Der Vorstand hat die Suche zur Nachfolge eingeleitet.

“I fell in love with the sweet sensation, I gave my heart to a simple chord” – mit diesen Song-Zeilen des “Black Rebel Motorcycle Club” im Kopf und viel Kampfesmut im Herzen gründete Flavia Kleiner mit einer Handvoll MitstreiterInnen im Herbst 2014 die Bewegung “Operation Libero”. Gemeinsam stellten sie eine wackere Truppe von ÜberzeugungstäterInnen für eine offene Schweiz, welche sich auf ihre liberalen Werte besinnt. Die “Kinder von 1848” waren geboren, und sie bauten sich mit der Operation Libero gleich ihre eigene politische Heimat.

Was aus dem Frust über das JA zur Masseneinwanderungsinitiative im Februar 2014 heraus entstand, entwickelte sich zu einer schlagkräftigen Kampagnenbewegung für das Chancenland Schweiz. “Durchgesetzt”, titelte Das Magazin auf der Frontseite nach dem Erfolg gegen die Durchsetzungsinitiative, als Flavia Kleiner an vorderster Front gegen diesen fundamentalen Angriff auf unsere demokratischen Institutionen kämpfte und zum Gesicht dieses erfolgreichen Aufbäumens der Zivilgesellschaft wurde.

In der Folge machte sich die Bewegung einen Namen als erfolgreiche Verteidigerin  der Institutionen gegen verschiedene Angriffe und Volksinitiativen. Der Schutz liberaler Errungenschaften blieb im Fokus von Flavia Kleiners Engagement – mit dem sie die Operation Libero und ihren Ansatz auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte.

Sie zieht eine positive Bilanz: Es sei in den zahlreichen Abstimmungskämpfen seit 2014 endlich gelungen, gemeinsam mit anderen Organisationen und Parteien den Mythos der Unbesiegbarkeit der SVP zu brechen. “Die SVP wurde im Verlaufe der letzten Jahre zu einer normalen Partei”, sagt Flavia Kleiner. “Neue Allianzen und Netzwerke für eine offene und fortschrittliche Schweiz sind entstanden, eine neue, positive Polit-Kultur hat in der Schweiz Einzug gehalten. Wir sind am Übergang in eine neue Ära. Die Nach-Blocher-Ära.”

Um den Übergang in eine neue Phase – wo man nach Jahren der harten und wichtigen Verteidigung liberaler Errungenschaften auch stärker ins Gestalten des Chancenlands Schweiz übergehen kann – zu gewährleisten, wurde deshalb auf Flavia Kleiners Initiative hin ein Strategieprozess angestossen, um die Organisation auf die künftigen Herausforderungen hin zu wappnen. In dieser Phase des Übergangs sieht Flavia Kleiner einen guten Moment gekommen, die Geschicke des Vereins in andere Hände zu übergeben: “Was wir gegen aussen vertreten leben wir auch intern: Veränderung ist etwas Gutes, sowohl für die Schweiz wie auch für Operation Libero und für mich. Wir bleiben in Bewegung.”

Der Zeitpunkt für den Abgang sei für den unmittelbaren Nachgang zum ursprünglichen Abstimmungstermin der Kündigungsinitiative (17.Mai 2020) geplant worden – doch dann erfolgte die Verschiebung des Abstimmungstermins aufgrund des Corona-Virus.  “Dinge geschehen halt anders als geplant”, sagt Flavia Kleiner. Der Zeitpunkt für ihren Weggang bleibe aber der richtige: “Operation Libero ist eine Bewegung und wird getragen von vielen. Für den Kampf gegen die Kündigungsinitiaitive sind wir stark aufgestellt”.

Der Bewegung und ihren Grundwerten bleibt Flavia Kleiner natürlich verbunden: “Mein Herz bleibt pink.” Ihre Libero-Gspändli aus dem Vorstand wünschen Flavia auf ihrem Weg alles Gute und sagen vor allem ‘Danke’ für ihren grossen Einsatz für die Bewegung:

“Liebe Flavia, wir haben dieses pinke Ding hier zusammen aufgebaut und gross gezogen, haben unzählige Schlachten miteinander geschlagen, haben zusammen gelacht, gestritten, gekämpft und getanzt. Und wer dich je tanzen sah, weiss wieso du in dem was tu tust, so gut bist: Voller Energie, Leidenschaft, Mut, Aktivismus und auch ein bisschen Crazyness. Wir danken dir für diese Zeit, für deinen Einsatz und für deine Leistungen. Für dieses, unser gemeinsames Baby. Forever Pink! See you soon.”

Flavia Kleiner tritt an der ordentlichen Generalversammlung des Vereins am 20. Juni 2020 ab. Der Vorstand kommuniziert an der Generalversammlung zur Nachfolge im Co-Präsidium.

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