Wir haben Operation Libero 2014 gegründet, weil die Parteien der SVP bei der «Masseneinwanderungsinitiative» auf den Leim gegangen waren. Sie fingen auch an, die Migration als Problem zu verstehen («Dichtestress» wurde zum Unwort des Jahres) und schlugen einfach andere «Lösungen» vor. Schon waren sie auf dem Spielfeld der SVP und legitimierten so das fremdenfeindliche Anliegen, statt klipp und klar Kante zu zeigen. War das Anliegen erst einmal breit legitimiert, konnte man guten Gewissens JA stimmen. Nun drohen dieselben Parteien den gleichen Fehler zu wiederholen: Die Umfragen seien hoch und es stimme schon, die Migration sei ein Problem. Es brauche einen Gegenvorschlag, um die Initiative zu bodigen (so zumindest die Mitte). Wieder geht das Gespenst des «Dichtestress» um, obwohl die SVP unverhohlen jedes beliebige Thema zum Problem der Zuwanderung erklärt. Ein einfaches Beispiel zum Wohnraum: 1970 betrug die durchschnittliche Wohnfläche pro Bewohner*in der Schweiz 30 Quadratmeter, heute sind es 47. Aber klar: die Migration!