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Jahresbericht 2020

Unser Co-Präsidium: Laura Zimmermann und Stefan Manser-Egli

Ja, es braucht uns noch!

Was für ein Jahr!

Mit diesen Worten fangen Grussworte in Jahresberichten des Öfteren an, aber selten sind sie so zutreffend. Niemand konnte Anfangs 2020 ahnen, was das Jahr alles in petto haben würde: Viel Unerwartetes, viel Neues, viel Social Distancing – aber auch eine Riesenportion Bewegung. Wenn das Jahr 2020 uns eines gelehrt hat, dann dass es Operation Libero weiterhin braucht.

In Sachen Kampagnen bewegte sich viel. Anfangs Jahr gab uns ein deutliches JA zur Menschenwürde – zur Ausweitung der Anti-Rassismus-Strafnorm – einen Schub in unserem Kampf für eine fortschrittlichere und gleichberechtigte Schweiz. Auch wenn wir uns dann aufgrund der verschobenen Abstimmung über die Kündigungsinitiative zunächst noch etwas gedulden mussten, war es im September schliesslich so weit: Nach einer jahrelangen und intensiven Kampagne, in der wir die persönlichen Geschichten von Europäer*innen erzählten und porträtierten, konnten wir einen haushohen Sieg gegen die Abschotter*innen und für die Personenfreizügigkeit feiern. Dafür reichte es dann leider nur ganz knapp (aufgrund des Ständemehrs) nicht, als wir uns im November aus liberaler Überzeugung für die Konzernverantwortungsinitiative einsetzten.

Doch der Kampf um die liberale Sache geht weiter, und er ist wichtiger denn je: Das unsägliche Burkaverbot konnten wir als Schandfleck in der liberalen Verfassung leider knapp nicht verhindern. Nun steht die Abstimmung gegen das gefährlich schlechte Errorgesetz (PMT) an, die rückständigen Kräfte haben das Referendum gegen die Ehe für alle zustande gebracht und das Rahmenabkommen steht buchstäblich auf der Kippe. Wir werden alles daran setzen, dass das Stimmvolk über die Zukunft der Schweiz in Europa abstimmen kann.

Schliesslich stand dieses Jahr auch im Zeichen eines umfassenden Strategieprozesses. Braucht es die Operation Libero überhaupt noch? Diese Frage stellten wir uns, und kamen zum Schluss: Ja, unsere liberale Demokratie ist längst nicht vollendet, und gerade in Sachen Europa, Digitalisierung, Bürger*innenrecht und Transparenz wollen wir in Zukunft die Schweiz bewegen. Und diese Frage stellten wir zum Jahresende auch der Öffentlichkeit, als uns das Geld auszugehen drohte. In unglaublich kurzer Zeit kamen in unserer Crowdfunding-Kampagne unglaubliche 647’322 Franken zusammen! Damit war klar, dass auch unzählige Liberas und Liberos diese Frage bejahen. Gemeinsam sind wir bereit, die Schweizer Politik auch in Zukunft aufzumischen.

Für diese unglaubliche Unterstützung in diesem schwierigen Jahr möchten wir uns ganz herzlich bei euch allen bedanken! Und wir freuen uns auf alles, was wir in Zukunft bewegen.

Vorfreudig, 
Laura und Stefan

Vorstand Schweiz

Laura Zimmermann
Co-Präsidentin

Stefan Manser-Egli

Stefan Manser-Egli
Co-Präsident

Mikado Europapolitik Jetzt Anpacken

Die Weichen gestellt!

Fünf Jahre nach der Gründung von Operation Libero, vielen politischen Erfolgen und angesichts einer veränderten politischen Landschaft (insb. einer wesentlich schwächeren SVP) war es 2019 an der Zeit, uns als junge politische Bewegung über unsere Zukunft grundlegend Gedanken zu machen. Im Vorstand wurde im Sommer 2019 beschlossen, Operation Libero im Rahmen eines umfassenden Strategieprozesses sowohl inhaltlich als auch organisatorisch neu auszurichten und die Weichen neu zu stellen.

  • Im Herbst 2019 erfolgte die Bestandsaufnahme. Der Vorstand beschäftigte sich eingehend mit der Frage, wie die Zukunft der Operation Libero aussehen könnte und wo künftig Chancen – aber auch Risiken – für unsere Bewegung liegen. 
  • Im November 2019 wurden die Resultate bei einem internen Treffen präsentiert und basierend darauf Leitplanken für unsere zukünftige Vision und Mission festgelegt. 
  • Vision und Mission wurden in der Folge von einer Arbeitsgruppe ausgearbeitet und noch im Dezember 2019 vom nationalen Vorstand verabschiedet.

Wir stehen für eine offene und fortschrittliche, liberale und gerechte Gesellschaft, in der sich jeder Mensch frei entfalten kann und gleich an Würde und Rechten ist.

Wir setzen uns ein für den Erhalt und die Weiterentwicklung der liberalen Demokratie in der Schweiz, in Europa und weltweit – denn diese bildet die Grundlage für eine offene und fortschrittliche, liberale und gerechte Gesellschaft. Wir verstehen unsere Aktivitäten als Beitrag zum Schutz und der Pflege von rechtsstaatlichen Institutionen und des europäischen Projektes, zeigen ihre Bedeutung in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten auf, handeln, wenn wir sie gefährdet sehen, und streben nach ihrer fortwährenden Verbesserung.

Wir sind eine unabhängige politische Bewegung, überparteilich, inklusiv und zugänglich. Wir fördern Freiwilligenarbeit und Mitgestaltungsmöglichkeiten für die aktive Community innerhalb unserer Bewegung. Unsere Hierarchien sind so flach wie möglich. Gemeinsam mit anderen Kräften machen wir als politische Bewegung den Unterschied, denn wir sehen Veränderungen als mögliche Chance für gesellschaftlichen Fortschritt. Wir sind inhaltlich präzis, hart in der Sache, frech und klar im Ausdruck, höflich im Umgang.

Gecoacht von Christian Varga, Strategieberater und Organisationsentwickler (ImpactLinx), haben wir in einem nächsten Schritt eine neue Strategie entwickelt – die Strategie 2023

  • Im Rahmen einer zweitägigen Retraite im Januar 2020 haben wir inhaltliche Opportunitäten ausgelotet. Anhand der Achsen Digitalisierung und Klimawandel haben wir Szenarien für die Zukunft ausgearbeitet, innerhalb derer wir Operation Libero als politische Bewegung im Jahr 2030 verortet haben.
  • An einem internen Treffen im Februar 2020 wurde dazu Feedback eingeholt und ein kleines Team bestimmt, das zusammen mit dem Vorstand ausarbeiten sollte, wie wir uns als politische Bewegung erfolgreich in dieser Zukunftswelt positionieren können. Als wesentliche Fragen, zu denen wir zunächst sehr unterschiedliche Auffassungen hatten, stellten sich dabei die folgenden heraus: Wie breit soll Operation Libero thematisch aufgestellt und politisch aktiv sein? Verstehen wir uns nach wie vor als politische Bewegung und, wenn ja, wie können wir dann unser Bewegungsversprechen besser einlösen als bis anhin?
  • Nach intensiven Diskussionen im Rahmen zahlreicher Workshops und Sitzungen haben wir uns schliesslich darauf geeinigt, dass wir uns wie folgt thematisch fokussieren möchten: In den Bereichen Europa, Digitalisierung, Bürger*innenrecht und transparente Politikfinanzierung streben wir die Themenführerschaft an. Das heisst, dass wir in diesen Themen eigene Diskurse und Framings in die politische Debatte einbringen und durchsetzen sowie Forderungen und Vorstösse lancieren wollen. Daneben arbeiten wir Positionen in den Bereichen Migration und Gleichstellung aus und berücksichtigen in allen unseren Aktivitäten die Querschnittsthemen Klimawandel, Digitalisierung und Diskriminierung.
  • Diese thematische Fokussierung, weitere strategische Ziele und die wesentlichen Merkmale unserer neuen Organisation sind im Strategiepapier, welches nochmals intensiv intern diskutiert und im Herbst 2020 vom nationalen Vorstand verabschiedet wurde, festgehalten.

Parallel zur Finalisierung des Strategiepapiers starteten wir im August 2020, wiederum gecoacht von Christian Varga, einen Organisationsentwicklungsprozess mit zwei Hauptzielen:

  1. unser Bewegungsversprechen künftig noch besser einlösen 
  2. uns organisatorisch stärker auf unsere inhaltlichen Schwerpunkte ausrichten 

Wir wollten uns verändern, organisatorisch besser aufstellen. Die neue Organisation stellt u.a. sicher, dass wir als Organisation professionell und wirkungsvoll arbeiten, eine aktive Community von Mitgliedern und Supporter*innen pflegen und wir deren Fähigkeiten für die Ziele unserer Bewegung bestmöglich nutzen.

Wir danken an dieser Stelle allen Beteiligten und engagierten Freiwilligen, welche den Strategie- und Organisationsentwicklungsprozess begleitet haben. Wir sind stolz auf die ausgearbeiteten Dokumente, welche nicht zuletzt dank grosszügigem Engagement, differenzierten Diskussionen und viel Geduld entstanden sind. Speziell danken möchten wir der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), welche den ganzen Prozess und die professionelle Zusammenarbeit mit Christian Varga durch ihren zweckgebundenen Unterstützungsbeitrag von 30’000 Franken möglich gemacht hat.

Isa Gerber

Isabelle Gerber
Geschäftsführerin

öffentliche Events
öffentliche Events
Mediennennungen
Mediennennungen
Follower*innen auf Social Media: 60’000
Follower*innen auf Social Media
Anzahl Spenden: 8579
Anzahl Spenden
Ein geschätzte Million mal "Du bist gemutet"
“Du bist gemutet”
Bestellte Flyer gegen die Kündigungsinitiative: 93’912
Bestellte Flyer gegen KI
Slack-Nachrichten: 73’829
Slack-Nachrichten
Reisespesen: 5x weniger als 2019
weniger Reisespesen
7500 Stunden: Schätzung geleistete Freiwilligenstunden von Co-Präsidien und Kampagnenleitungen
Freiwilligenstunden der Leitungen
Unsere Bewegung

Ein laaaanges Jahr

Das Jahr 2020 war ein langes Kampagnenjahr. Und eines, das es in sich hatte. Denn Campaigning in Zeiten von Corona war nicht (ganz) ohne. Zwar waren wir als digitale Organisation technisch und strukturell bestens für die Herausforderung gerüstet, der Modus war in Kürze auf online umgeschaltet. Doch ist auch uns von Zeit zu Zeit die Decke auf den Kopf gefallen. Flyer verteilen, schwierig. Diskussionen organisieren, schwierig. Kampagnen lancieren, schwierig. Die Herausforderungen waren divers. Kreative Lösungen mussten her. Und die haben wir auch gefunden.

Das Jahr begann noch verhältnismässig ruhig. Wir leisteten unseren Beitrag dazu, dass die Schweiz am 9. Februar 2020 mit 63 Prozent eindeutig JA zur Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm sagte. Das gab uns viel Energie im weiteren Kampf für eine fortschrittlichere und gleichberechtigte Schweiz. Doch dann kam alles ganz anders als erwartet.

Wir brauchten einen ganz schön laaaangen Schnauf und viel Geduld. Denn kurz bevor wir unsere Kampagne gegen die Kündigungsinitiative lancieren wollten, ging die Schweiz in den Lockdown. Vieles war unklar. Wir mussten improvisieren und überbrücken. Machten, was wir konnten. Bis dann Ende April klar wurde: Neuer Termin für die Abstimmung zur Kündigungsinitiative ist der 27. September.

In der zweiten Jahreshälfte ging es Schlag auf Schlag: Wir lancierten im Juni die Kampagne gegen die Kündigungsinitiative, bei der wir schlussendlich auch siegten. Stürzten uns gleich darauf in den Abstimmungskampf für die Konzernverantwortungsinitiative – und verloren knapp. Feierten vor Weihnachten das JA zur Ehe für Alle im Parlament und sicherten Ende Jahr unser Überleben. Gleichzeitig unterstützen wir das erfolgreiche Referendum gegen das Errorgesetz (PMT). Was für ein verrücktes Kampagnenjahr.

Adrian Mahlstein

Adrian Mahlstein
Leiter Kampagnen

Mosaik

Europa: Hier bin ich Mensch

Wenn schon keine Normalität herrscht, können wir auch gleich völlig neue Dinge ausprobieren. So lässt sich unsere Kampagne gegen die Kündigungsinitiative ziemlich gut zusammenfassen. Nachdem der Lockdown im März unserer ursprünglichen Lancierung einen Strich durch die Rechnung machte, konnten wir im Juni endlich starten. Zum Auftakt luden wir Journalist*innen zu unserer virtuellen, coronakonformen Vernissage der persönlichen Porträts im Online-Game Second Life.

Second LIfe
Second LIfe
Second LIfe
Second LIfe
Second LIfe
Second LIfe
Second LIfe
Second LIfe

Reale Menschen, wahre Geschichten, europäische Freiheit als Lebensrealität. Für die Kampagne suchten wir Menschen, für welche die Personenfreizügigkeit eine elementare Lebensrealität darstellt. Gemeldet haben sich die unterschiedlichsten Personen: Handwerkerinnen, Studierende, Rentnerinnen, Künstler, Unternehmerinnen, Arbeitssuchende, Auslandschweizer, Einwanderer, Auswanderinnen, Rückkehrer, Eltern, Geschwister, Paare und und und. Der Zürcher Fotograf Maurice Haas hat diese Menschen mit seiner unverkennbar ehrlichen und ausdrucksstarken Handschrift abgelichtet. In den darauffolgenden Monaten haben wir deren Geschichten erzählt.

Porträts Schwarz/Weiss

Während den Sommermonaten brachten wir unsere virtuelle Ausstellung auch ins richtige Leben und organisierten in verschiedenen Schweizer Städten Wanderausstellungen. Nach der Sommerpause ging der Abstimmungskampf dann richtig los: Flyer, Fahnen und Merchandise-Artikel wurden verteilt und verkauft, Fakten gecheckt, Instagram mit unserem Filter geflutet, ein Senior*innenkomitee gegründet, Blogartikel publiziert, eine grenzübergreifende Velotour organisiert, ein Megaposter am Hauptbahnhof Zürich gecrowdfunded, Plakate ausgehängt, zahlreiche Medienauftritte absolviert, gemeinsame Aktionen mit der Allianz organisiert etc.

Die harte Arbeit hat sich gelohnt: Am 27. September konnten wir ein deutliches NEIN zur Kündigungsinitiative feiern. 61.7% der Stimmbevölkerung haben sich dagegen ausgesprochen. Und sogleich stellte sich die Frage: Wie weiter mit der Beziehung Schweiz-Europa, nachdem auch der jüngste Angriff auf eben diese abgewehrt worden war. Unsere Forderung: Es gilt die institutionellen Fragen zu klären, um ein Erodieren unserer bestehenden Beziehungen zu Europa zu verhindern.

Kündigungsinitiative Abstimmungssonntag

Mit grosser Sorge verfolgen wir die aktuellen Entwicklungen in der schweizerischen Europapolitik. Verzögerungstaktik und Abbruchgelüste dominieren die Debatte rund ums Rahmenabkommen. Das gefährdet nicht nur unsere Beziehung zu Europa, sondern untergräbt auch unsere Demokratie. Wir fordern jetzt die Volksabstimmung!

Team Ostschweiz

David Caspar
Co-Kampagnenleitung

Renato

Renato Perlini
Co-Kampagnenleitung

Equipe Romande

Marie Juillard
Co-Kampagnenleitung Romandie

Team Ostschweiz

Andrea Oertle
Co-Kampagnenleitung
(bis Ende Mai)

Freiheit + Verantwortung

Weil Freiheit und Verantwortung Hand in Hand gehen

Die Konzernverantwortungsinitiative forderte eine Selbstverständlichkeit: Konzerne sollen Verantwortung für ihr wirtschaftliches Handeln übernehmen. Denn in einer liberalen Wirtschaftsordnung gehören unternehmerische Freiheiten und gesellschaftliche Verantwortung zusammen. Die Initiative forderte klare Spielregeln für einen fairen Wettbewerb in einer globalisierten Welt.

Konzernverantwortung Plakate Mockups

Schon lange vor der Abstimmung debattierte die Schweiz intensiv über diese umstrittene Vorlage. Debattiert wurde aber längst nicht nur über die Fakten der Initiative. Von Anfang an verbreiteten die Gegner*innen beharrlich Falschaussagen, in denen juristische Tatsachen und politische Realitäten verdreht wurden. Das konnten wir unmöglich tatenlos hinnehmen. Also lancierten wir Mitte Oktober 2020 unsere Kampagne und stiegen in den Ring für ein JA zur Konzernverantwortungsinitiative.

Aufgrund der Corona-Massnahmen mussten wir auf physische Anlässe mit einer grösseren Personenzahl leider verzichten und setzten deshalb auf einen Online-Abstimmungskampf. Der Fokus lag dabei primär auf fundierten Faktenchecks, in denen wir Falschaussagen der Gegner*innen richtigstellten. Ganz unabhängig von der Vorlage ist uns eine faktenbasierte Diskussion stets ein wichtiges Anliegen.

Relativ früh zeichnete sich ab, dass die Vorlage trotz breiter Unterstützung am Ständemehr scheitern könnte. Wir konzentrierten uns deshalb auf die “Swing-Kantone”, die möglicherweise den Unterschied machen würden. Auch die liberale Grundsatzdebatte kam nicht zu kurz: Es gelang uns, für die Schlussmobilisierung ein ganzseitiges NZZ-Inserat zu crowdfunden und damit unsere liberale Überzeugung für das Anliegen nochmals klar zum Ausdruck zu bringen.

Letztlich hat es die Schweiz leider ganz knapp verpasst, den rechtlichen Rahmen für unsere globalisierte Wirtschaft ein wenig gerechter, effizienter und liberaler zu machen. Die Konzernverantwortungsinitiative scheiterte knapp am Ständemehr. Mit dem Volksmehr für die Initiative hat das Schweizer Stimmvolk aber deutlich gemacht, dass punkto Konzernverantwortung dringender Handlungsbedarf besteht. Operation Libero bleibt am Ball.

Janina Aeberhard

Janina Aeberhard
Co-Kampagnenleitung

Isa Gerber

Isabelle Gerber
Co-Kampagnenleitung

Regula Meng

Regula Meng
Co-Kampagnenleitung

Danke

Wow, was für eine Team-Leistung!

Über 35’000 Spenden von mehr als 15’000 Unterstützer*innen haben wir seit unserer Gründung im Jahr 2014 erhalten. Seit 2016 rund je eine Million Franken pro Jahr. Dass zigtausende Personen unsere Kampagnen tragen, ist eine grosse Leistung und zeigt, wie viele Leute wir mit unseren Kampagnen und Themen bewegen.

Doch mit dem stetigen Wachstum unserer Organisation und unseren Professionalisierungsmassnahmen nahmen auch die monatlichen Fixkosten zu. Ende 2020 betrugen diese rund 47’000 Franken. Während Jahren hatten wir unsere Energie und unsere Ressourcen voll in die Abstimmungskämpfe investiert, haben erfolgreich für unsere Anliegen und Inhalte gekämpft. Das hat uns absorbiert, wir gaben immer alles. Doch nachhaltig finanziell absichern konnten wir uns mit diesem Herzblutaktivismus nie. Und so bauten wir stetig Vereinsvermögen ab. Corona machte die Situation noch viel schneller viel ernster.

So stand Operation Libero Anfang Dezember vor dem Aus. Doch fürs Aufgeben sind wir nicht bekannt. Und so hegten wir einen Plan: eine Crowdfunding-Kampagne. Unser breit angelegtes Crowdfunding sollte ein Plebiszit darüber sein, ob genügend Menschen finden, dass es uns auch weiterhin braucht. Wir legten uns richtig ins Zeug: Wir konnten unsere Community mobilisieren und die Nachricht vom Crowdfunding wurde von den Medien aufgegriffen. Unsere Pressekonferenz leakte und so erreichten uns erste Spenden, bevor wir überhaupt an die Öffentlichkeit traten.

Und die Antwort auf die Frage, ob es Operation Libero noch braucht, war klar und deutlich: JA! In weniger als vier Wochen haben wir unser Fundraising-Ziel von 500’000 Franken erreicht, und das in einer schwierigen, von einer globalen Pandemie geplagten Zeit. Am absoluten Spitzentag, dem 9. Dezember, wurden unglaubliche 140’473 Franken versprochen. Wahnsinn! Uns ist, abseits von Kampagnen, kein Crowdfunding in der Schweiz bekannt, wo für eine politische Organisation in so kurzer Zeit so viele Spenden per Crowdfunding gesammelt wurden. Darauf sind wir stolz. Beim offiziellen Abschluss der Kampagne Ende Februar 2021 standen 647’322 Franken zu Buche.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei den vielen Menschen, die uns ihr Vertrauen ausgesprochen, gespendet und so unser Fortbestehen ermöglicht haben. Dieses Vertrauen wollen und werden wir nun zurückzahlen. Wir gehen gestärkt aus dem Crowdfunding heraus. Und werden weiterhin gemeinsam für eine offene und gerechte Schweiz einstehen, weiterhin für liberale Anliegen kämpfen, weiterhin unbequem sein. Unabhängig und überparteilich. Und wir werden 2021 ein neues, erweitertes Finanzierungsmodell einführen, welches das langfristige Fortbestehen von Operation Libero sichert. Wir werden unsere Strukturen nachhaltiger finanzieren, mit mehr Mitgliedschaften, Wiederholungsspenden und spezifischen Fördergefässen. Daran arbeiten wir.

Isa Gerber

Isabelle Gerber
Geschäftsführerin

Laura Zimmermann

Laura Zimmermann
Co-Präsidentin

Stefan Manser-Egli

Stefan Manser-Egli
Co-Präsident

Kampagnenevent während Corona

So sind wir aufgestellt!

Die Community von Operation Libero ist eine diverse Menschenmenge, von jung bis pensioniert, aus Stadt und Land und mit unterschiedlichen Hintergründen und Geschichten. Unsere Community ist ein Ort voller sozialer und inhaltlicher Kompetenz, ein Ort, an welchem Ideen entstehen, umgesetzt werden, Talente gefördert und Chancen gegeben werden. Hier werden Freiwillige zu Vorstandsmitgliedern, Mitglieder zu Kampagnenleiter*innen. Unsere Community übernimmt  wichtige Rollen während Kampagnen und hilft uns in allen Landesteilen bekannt zu werden.

Dabei spielen der nationale Vorstand sowie die Regio-Teams Bern, Nordwestschweiz, Ostschweiz, Suisse Romande, Zentralschweiz und Zürich eine zentrale Schlüsselrolle. Während der nationale Vorstand Operation Libero gesamtschweizerisch repräsentiert, Meilensteine festlegt und inhaltliche Schwerpunkte setzt, vertreten uns die Regio-Teams in ihrer Grossregion, stellen Veranstaltungen zu unseren Themen und Kampagnen auf die Beine, helfen Freiwilligen bei ihren ersten Schritten im pinken Universum und mobilisieren Menschen zum Abstimmen. Dabei werden alle Teams tatkräftig und voller Herzblut von der Geschäftsstelle unterstützt, geschult und ihren Wünschen und Fähigkeiten entsprechend eingebunden.

Ohne unsere Community wäre Operation Libero heute nicht die politische Bewegung, die sie heute ist. Für das grossartige Engagement unserer zahlreichen Freiwilligen und den unermüdlichen Einsatz der Geschäftsstelle bedanken wir uns von ganzem Herzen. Danke!

Shibo Tschäppeler

Shibo Tschäppeler
Leiterin Community

Der nationale Vorstand von Operation Libero

Eines ist gewiss: lange Sitzungen!

Das Vorstandsjahr begann mit einigen personellen Veränderungen: Stefan übernahm von Flavia das Co-Präsidium an Lauras Seite und Annina und Fabio kamen neu in den Vorstand als Zuständige für die Community. Hingegen mussten wir uns von Janos und gegen Ende Jahr auch von Philipp verabschieden, die beide zu neuen Ufern aufgebrochen sind: Janos mit seinem Hauptstadtbericht in Brüssel, Philipp in Deutschland.

Der Vorstand trifft sich jeweils einmal im Monat zu sehr langen Sitzungen, die üblicherweise mit einem Bier auf dem (letzten) Zug belohnt werden. Doch dieses Jahr ist alles anders und auch wir mussten uns leider grösstenteils online treffen. Zwar wurden die Sitzungen nicht kürzer, aber wir meisterten die Herausforderung – auch dank der neuen Geschäftsführerin Isa – mit Bravour. 

Wie immer war der Vorstand sehr involviert im Tagesgeschäft bei Operation Libero. So auch in den Kampagnen gegen die Kündigungsinitiative und für die Konzernverantwortung. Und natürlich waren wir das ganze Jahr sehr stark beschäftigt mit dem Strategieprozess und auch mit der finanziellen Lage. Diese zwang uns Ende Jahr zum grössten und grundsätzlichsten Crowdfunding in der jungen Geschichte unseres Vereins. Dessen unglaublicher Erfolg läutete auch sogleich eine neue Phase unserer Bewegung ein: die Operation Libero 2.0.

Vorstand Schweiz

Laura Zimmermann
Co-Präsidentin

Stefan Manser-Egli

Stefan Manser-Egli
Co-Präsident

Vorstand Schweiz

Franziska Barmettler

Vorstand Schweiz

Till Burckhardt

Vorstand Schweiz

Aliénor Nina Burghartz
 

Annina Fröhlich

Annina Fröhlich
 

Vorstand Schweiz

Stefan Schlegel
 

Vorstand Schweiz

Philipp von Brandenstein
 

Fabio Wettstein

Fabio Wettstein
 

Vorstand Schweiz

Flavia Kleiner
(bis Juni)

Bern Europaaktion

Frischer Elan!

Bei der GV Ende 2019 fand eine fast komplette Erneuerung des Vorstands statt. Entsprechend sind wir vollen frischen Elans ins neue Jahr gestartet. Es kam viel Neues auf uns zu. Wir mussten zuerst interne Prozesse erlernen. Doch dank der unerschöpflichen Geduld der Geschäftsstelle und den anderen Vorständen konnten wir uns schnell herantasten.

Unsere Highlights:

  • Nach einigen Offline-Veranstaltungen (z.B. zur Rassismusstrafnorm) mussten wir unsere Pläne erstmal ändern, die Pandemie holte auch uns ein. Wir haben umdisponiert und uns neu organisiert. Im Juni konnten wir uns an einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Zürcher Sektion aus dem Corona-Winterschlaf zurückmelden. Mit der ersten Onlineveranstaltung wurde ein Ausblick auf die kommende Abstimmung zur Kündigungsinitiative gegeben.
Regio Team Bern
Regio Team Bern
Regio Team Bern
  • Unsere Jahres-Highlights fanden im letzten Sommer statt, als die Situation wieder Präsenzveranstaltungen zuliess. An unserer Veranstaltung zur Konzernverantwortungsinitiative im Raiffeisenforum kreuzten über 40 Leute auf.
     
  • Ende August eröffneten wir mit einer Vernissage in Bern feierlich die Wanderausstellung zur Kündigungsinitiative. Es wurde debattiert, gefeiert, gegessen und getrunken. Schöne Stunden, welche uns noch lange in bester Erinnerung bleiben werden. Das grossartige Engagement vieler Freiwilliger führte letztlich auch zum Abstimmungserfolg.

Bei beiden Kampagnen zur Kündigungsinitiative und zur Konzernverantwortungsinitiative war unsere Community sehr aktiv mit Flyern und anderen Aktionen involviert. Bern ist und bleibt pink!

Vorstand Regio-Team Bern
 

Team Bern

Luca Jungen
Co-Präsident

Sebastian Niessen

Sebastian Niessen
Co-Präsident

Team Bern

Janina Aeberhard

Team Bern

Stefano Casellini

Team Bern

Anna Hauser
 

Team Bern

Victor Legler

Team Bern

Renato Perlini
 

Regio-Team Nordwestschweiz

Gemeinsam Grenzen überschreiten!

Corona hatte uns alle fest im Griff! Für uns alle ein bewegtes Jahr, geprägt von vielen online und wenigen persönlichen Treffen. Die GV konnte erst im August in der Markthalle Basel durchgeführt werden und gab uns endlich wieder die Möglichkeit zu einer persönlichen Zusammenkunft.

Sandie und Christoph Collins, Beat Schenker und Christian Müller wurden mit grossem Dank für ihr Engagement verabschiedet und Mike Schaffner, Zak Cook, Denis Sorie, Mireille Gast und Linda Mülli neu in den Vorstand gewählt. Gleichzeitig wurde aus der Sektion Region Basel das Regio-Team Nordwestschweiz, um auch im Namen die geographische Ausrichtung zu deklarieren.

Unsere Highlights:

  • Im letzten Jahr beschäftigten uns die Kündigungs- und Konzernverantwortungsinitiativen. Zur ersten konnten wir mit der Wanderausstellung durch Basel und Baselland touren und eine Velotour führte uns, begleitet vom TV-Sender Arte, über die Grenzen des Dreiländerecks ins benachbarte Frankreich und Deutschland – Grenzüberschreitungen, die uns nach den Corona-bedingten Grenzschliessungen mit Glück erfüllten. Die lehrreichen Bootcamps haben natürlich auch nicht gefehlt.
Dreiland tour
Wanderausstellung Basel
Speeddating Regierungsratswahlen
  • Im Kanton Basel-Stadt beschäftigten uns im Herbst 2020 die Regierungsratswahlen, wozu wir ein “Ich oder Du” ganz à la “Gesichter und Geschichten” und ein “Speeddating” mit den Kandidat*innen Esther Keller, Stephanie Eymann, Kaspar Sutter und Christian Müller organisierten.
     
  • In der Nordwestschweiz möchten wir uns der Sprache widmen und unsere Mitglieder befähigen. Gestartet haben wir mit einem Rhetorik-Workshop, um an unserem Auftreten zu feilen. Der Kurs wurde vom mehrfachen Rhetorik-Europameister Melchior Glatthard äusserst charmant geleitet. Am Ende konnten alle den ein oder anderen Tipp für künftige Auftritte, Diskussionen und Gespräche mitnehmen. Ein voller Erfolg, an den wir im 2021 anknüpfen möchten.

Vorstand Regio-Team Nordwestschweiz
 

Hannah Bichsel

Hannah Bichsel
Co-Präsidentin

Denis Sorie

Denis Sorie
Co-Präsident
 

Team Nordwestschweiz

Marcel Colomb
 

Zak Cook

Zak Cook

Mireille Gast

Mireille Gast

Linda Mülli

Linda Mülli
 

Mike Schaffner

Mike Schaffner

Fabio Wettstein

Fabio Wettstein
(bis Oktober)

Team Nordwestschweiz

Christoph Collins
(bis August)

Team Nordwestschweiz

Sandie Collins
(bis August)

Team Nordwestschweiz

Christian Müller
(bis August)

Team Nordwestschweiz

Beat Schenker
(bis August)

Libero-Flasche

Im Osten viel Neues!

Es tut sich etwas in der Ostschweiz! So könnte man wohl unser abgelaufenes Vereinsjahr sehr treffend zusammenfassen – denn in der Tat gab die Ostschweiz im abgelaufenen Jahr Anlass zu sehr viel Freude aus Libero-Sicht. Aber der Reihe nach.

Unsere Highlights:

  • Unser absolutes Highlight steht natürlich ausser Frage: Am 14. November 2020 gründeten wir offiziell unser Ostschweizer Regio-Team. Damit überführten wir unser stetig gewachsenes Team, das zu diesem Zeitpunkt bereits eineinhalb Jahre in der Ostschweiz aktiv war, in einen offiziellen Teil von Operation Libero.
     
  • Das zweite Highlight ist unser achtköpfiger Vorstand, der seit der Gründung mit viel Engagement die Geschicke leitet. In der Zusammensetzung besteht der Vorstand aus Liberas und Liberos der ersten Stunde, aus langjährigen, in unterschiedlichen Bereichen aktiven Liberos, aus Supporter*innen aus der Ostschweiz, die unseren Werdegang seit den ersten Treffen verfolgt haben, und der ersten Spontankandidatur überhaupt!
Regio-Team Ostschweiz Operation Libero

Herzlich danken möchten wir an dieser Stelle Sybille Dischler, die sich sehr für das Ostschweizer Team eingesetzt hatte, sich aber aus zeitlichen Gründen leider nicht zur Wahl in den Vorstand stellte. Sybille, wir hoffen, dich bald wieder an einem unserer Treffen zu sehen.

Wir können es kaum erwarten, endlich wieder Treffen in unterschiedlichen Regionen der Ostschweiz zu veranstalten und viele neue Personen für unsere neue Sektion zu begeistern. Auf ein spannendes, herausforderndes Jahr als junges Regio-Team in der Ostschweiz!

Vorstand Regio-Team Ostschweiz
 

Team Ostschweiz

David Caspar
Co-Präsident

Team Ostschweiz

Andrea Oertle
Co-Präsidentin

Team Ostschweiz

Scarlett Jockel

Serge Rosenthal

Serge Rosenthaler

Claudia Schmid-Schönbein

Claudia Schmid-Schönbein

Oliver Schmid-Schoenbein

Oliver Schmid-Schönbein

Dominic Ullmann

Dominic Ullmann

Bruno Zanvit

Bruno Zanvit

Libero Socken

La mobilisation en ligne

La seconde partie de l’année 2020 voit la réouverture momentanée des terrasses et la redécouverte de la vie sociale, après un confinement de quelques mois. Pour OL, c’est le moment de reprendre la lutte contre l’initiative de résiliation promue notamment par l’UDC. 

Nos faits marquants :

  • Sur les marchés de Suisse romande, de Lausanne à Genève et de Fribourg à Vevey en passant par Porrentruy, les membres d’Opération Libero échangent et rappellent aux citoyen·nes que dire NON à l’initiative de résiliation, c’est défendre nos libertés et nos relations avec l’Union européenne. Nous organisons des événements à Genève et à Lausanne avec notre nouvelle arme secrète : le pop quiz qui anime nos cafés politiques en ligne. Le 27 septembre 2020, nous sommes récompensé·es pour nos efforts ; la Suisse vote NON à l’initiative de résiliation. Le peuple rappelle encore une fois dans les urnes son soutien à la voie bilatérale.
équipe régionale suisse romande operation libero
équipe régionale suisse romande operation libero
L'équipe Suisse romande
  • En novembre, la Suisse doit affirmer sa position sur l’initiative dite des multinationales responsables. Il nous revient de montrer qu’être libéral·e veut aussi dire prendre ses responsabilités. Nous organisons un événement en ligne avec trois intervenant·es et notre formule gagnante du pop quiz. Malgré nos efforts, la Suisse se prononce contre l’initiative. 

Le comité du team Suisse romande

Equipe Romande

Basil Huber
Coprésident

Equipe Romande

Marie Juillard
Coprésidente

Ulysse Beltrami

Ulysse Beltrami
 

Equipe Romande

Inès Blondel
 

Equipe Romande

Stéphane Decrey

Equipe Romande

Charmilie Nault
 

Equipe Romande

Yves Perret

Equipe Romande

Fanny Randanne

Soren

Soren Henrichsen
(jusqu'en janvier)

Kathrin Gretener

Kathrin Gretener
(jusqu'en janvier)

Libero Bag

Gemeinsam wollen wir wachsen!

Zwar waren die ersten Meter der Operation Libero Zentralschweiz aufgrund der momentanen Situation nicht immer einfach – sondern haben einiges an Schweiss, Organisationstalent und vor allem Flexibilität gefordert. Doch wir sind extrem stolz auf die trotz alledem erreichten Meilensteine unseres noch jungen Regio-Teams.

Unsere Highlights:

  • An unserem Stammtisch in Luzern durften wir im Juli alte und neue Gesichter begrüssen und haben gemeinsam an coolen, schlagkräftigen Aktionen gegen die Kündigungsinitiative gebrainstormt. Wir waren richtig positiv überrascht von den kreativen Ideen und dem Interesse der Mitglieder des Regio-Teams. Mit Hilfe von neuen Engagierten haben wir sodann auch die passende Plakatwand auf dem Theaterplatz in Luzern aufgestellt und konnten so Passant*innen eine Woche lang unsere überzeugenden Portraits präsentieren.
Team Zentralschweiz
Team Zentralschweiz
Zentralschweiz Operation Libero
  • Angespornt von der Community konnten wir im August sogar persönlich unter Einhaltung der Regeln in der Altstadt von Zug den Startschuss unseres Regio-Teams Zentralschweiz gebührend feiern. Es war wirklich das Highlight des letzten Jahres! Im Bootcamp mit Stefan Schlegel erhielten wir einen vertieften inhaltlichen Einblick in die anstehende Abstimmung. Verschiedene Veranstaltungen an den unterschiedlichsten Orten der Zentralschweizer Kantone durchzuführen, ist aus unserer Sicht für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Region elementar. Diese begonnene Praxis möchten wir deshalb auch in Zukunft aufrechterhalten und pflegen.

Um in der Zukunft noch präsenter und stärker in der Region zu sein, brauchen wir weitere Verstärkung für unser Team: Die ersten 100 Meter sind geschafft. Nun suchen wir Personen, welche sich für die Region Zentralschweiz engagieren wollen – sei es in einer Kampagne oder in unserem Kernteam.

Meldet euch, wenn ihr bei uns mitmachen und gemeinsam die Zentralschweiz ein bisschen aufrütteln möchtet!

Vorstand Regio-Team Zentralschweiz

Luca Henn

Luca Henn
Co-Teamleitung

Mark Buchecker

Mark Buchecker
Co-Teamleitung

Sonia De Cicco

Sonia De Cicco
Co-Teamleitung

Wandel

An Podiumsdiskussionen herumgetüftelt

Unsere langjährigen Vorstandsmitglieder Anna-Patricia Klemm, Valentina Spillmann und Francesca Giardina sind nach der GV im letzten Juni zurückgetreten, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Neu ins Boot kamen Lara Lüthi, Deniz Bozyigit und Elena Michel. Im zweiten Teil des GV-Abends stellte Stefan Schlegel in einem seiner beliebten Bootcamps die Kampagne zur Kündigungsinitiative vor.

Unsere Highlights:

  • Unser erste Event zu Corona-Zeiten war der gemeinsame Online-Stammtisch mit dem Team Bern zur Kündigungsinitiative. Das Ziel war einerseits, den Austausch zwischen den Regionen zu fördern. Andererseits wollten wir aber auch versuchen, Diskussionen anzuregen, indem wir Fragen zur Kampagne in den Raum stellten.
  • Das Online-Podium zur Konzernverantwortungsinitiative mit verschiedenen Akteur*innen der Befürworterseite war ein tolles Highlight. Sie war die erste Online-Podiumsdiskussion unseres Regio-Teams und wurde zur Inspiration für zahlreiche überregionale Veranstaltungen der darauffolgenden Monate.

Vorstand Regio-Team Zürich

Deniz Bozyigit

Deniz Bozyigit
Co-Präsident

Elena Michel

Elena Michel
Co-Präsidentin

Team Zürich

Leo Bauer
 

Team Zürich

Christoph Iselin
 

Lara Milena Lüthi

Lara Milena Lüthi

Team Zürich

Salim Moussa
 

Team Zürich

Eva van der Want
 

Team GS

Valentina Spillmann
(bis Oktober)

Team Zürich

David Caspar
(bis August)

Team Zürich

Francesca Giardina
(bis August)

Team Zürich

Anna-Patrizia Klemm
(bis August)

Die Geschäftsstelle von Operation Libero

Alles oder nichts. Und mehr ist mehr.

“Was für ein Jahr” gilt auch für unsere Geschäftsstelle. In unserem wöchentlichen Team-Call nennt jedes Mitglied jeweils seine High- und Lowlights  der Woche. Unsere High- und Lowlights des Jahres waren sicherlich die Crowdfunding-Kampagne. Es ging um nichts anderes als unsere Jobs, die wir so gerne machen. Entsprechend viel Herzblut haben wir in diese kurze und intensive Kampagne gesteckt. Der unglaubliche Erfolg war dann umso schöner.

Auf wichtigen Positionen haben wir im Jahr 2020 grosse personelle und organisatorische Veränderungen gehabt. Bekannte und langjährig-engagierte Gesichter verliessen die Geschäftsstelle und neue, frische Kräfte kamen dazu. Zum operativen “Backbone-Team” stiessen dazu:

  • Shibo Tschäppeler, Leiterin Community ab Januar 2020
  • Isa Gerber, Geschäftsführerin ab Juni 2020 
  • Ameen Mahdi, Social Media Manager ab Oktober 2020 
  • Flavia Alves, Praktikantin von August 2020 bis Januar 2021

Folgende Personen haben wir 2020 verabschiedet (auch wenn ihr uns anderweitig noch heute tatkräftig begleitet): 

  • Lydia Toth, Geschäftsführerin bis Ende März 
  • Silvan Gisler, Leiter Kommunikation bis Ende Mai (aber eigentlich noch länger)
  • Lucia Arnold, Mitarbeiterin Kommunikation bis Ende Mai 
  • Mukadem Brumand, Praktikant bis Ende Januar

Und weil es während Kampagnen am meisten zu tun und zu weibeln gibt, waren folgende Personen mit befristeten Engagements 2020 bei uns tätig:

  • Stéphane Decrey, Kommunikation Romandie für die Kündigungsinitiative 
  • Guido Balmer, Kommunikation für die Kündigungsinitiative
  • Michi Rüegg, Kommunikation für die Konzernverantwortungsinitiative

An dieser Stelle grande MERCI an Flavia, Guido, Lucia, Lydia, Michi, Mukadem, Silvan und Stéphane für eure Arbeit, wir danken euch allen ganz herzlich und vermissen euch.

Team GS

Isabelle Gerber
Geschäftsführung

Adrian Mahlstein

Adrian Mahlstein
Leiter Kampagnen

Team GS

Shibo Tschäppeler
Leiterin Community

Ameen Mahdi

Ameen Mahdi
Social Media & Fundraising

Team GS

Valentina Spillmann
Assistenz der Geschäftsführung

Flavia Alves

Flavia Alves
Praktikantin

 

Michi Rüegg

Michi Rüegg
Kommunikation Konzernverantwortungs-initiative (bis Oktober)

 

Guido Balmer

Guido Balmer
Kommunikation Kündigungsinitiative (bis September)

Equipe Romande

Stéphane Decrey
Kommunikation Kündigungsinitiative (bis September)

Team GS

Lucia Arnold
Kommunikation (bis Mai)

Team GS

Silvan Gisler
Leitung Kommunikation (bis Mai)

Lydia Toth

Lydia Toth
Geschäftsführung (bis März)

Team GS

Mukadem Brumand
Praktikant (bis Januar)

Operation Libero Pink

Die Crowdfunding-Kampagne als Boost

Als unabhängige Bewegung bestimmt die Spendenbereitschaft unserer Unterstützer*innen das Ausmass unserer Kampagnen. Gleichwohl haben wir, neben den Kosten für Massnahmen in unseren Kampagnen, auch die Kosten der Geschäftsstelle und Aufwände für unsere Community-Arbeit zu tragen.

Im Jahr 2020 haben wir coronabedingt weniger Kampagnenanlässe durchführen können. Durch die schwierige Kampagnen- und Spendensituation hat sich das Vereinsvermögen kritisch reduziert. Die laufenden Kosten haben über einen ungewohnt langen Zeitraum die Einnahmen überstiegen und am Vereinskapital gezerrt. Mit unserer sehr erfolgreichen öffentlichen Crowdfunding-Kampagne haben wir das Vereinsvermögen mittelfristig sichern können. Jetzt gilt es, die Strukturfinanzierung aufzubauen und damit die nachhaltige Finanzierung der Operation Libero sicherzustellen.

Das Jahresergebnis ist – dank Crowdfunding-Kampagne – positiv. Nachdem 2019 ein Verlust verbucht werden musste, konnten wir das Jahr 2020 trotz politisch und gesellschaftlich herausforderndem Jahr mit einem positiven Ergebnis von 215’394 Franken schliessen.

Weitere Bemerkungen:

  • Aufgrund der Verschiebung des Abstimmungstermins rund um die Kündigungsinitiative musste für die Monate April und Mai Kurzarbeit angemeldet und abgerechnet werden. 
  • Im Herbst 2020 wurde Twint als neue Spendemöglichkeit eingeführt. Sehr erfolgreich, wie sich zeigte. Denn Twint wurde im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne zur beliebtesten Spendeoption.
  • Im Jahr 2020 wurden die Lohnniveaus unserer Mitarbeitenden einem einheitlichen Lohnstufensystem angepasst. Es gilt nun gleiche Stufe, gleicher Lohn.
Die Jahresrechnung 2020
Die Jahresrechnung 2020
Die Jahresrechnung 2020
Die Jahresrechnung 2020

Die komplette Jahresrechnung 2020 nach OR wurde von unserer Revisionsstelle Treureva geprüft. Sie kann über finanzen@operation-libero.ch angefragt werden.

Isa Gerber

Isabelle Gerber
Geschäftsführerin

Errorgesetz Webbanner

Wir haben gemeinsam noch viel vor! Let’s go!

Im Jahr 2020 war richtig viel los: Wir haben einen grundlegenden Strategie- und Organisationsentwicklungsprozess angestossen und schlagkräftige Kampagnen auf die Beine gestellt. Gemeinsam haben wir unsere Organisation und die politische Schweiz bewegt. Das Rekord-Crowdfunding hat klar aufgezeigt, dass unglaublich viele Menschen finden, dass es Operation Libero weiterhin braucht.

Mit diesem Drive im Rücken und einer neuen Strategie im Kopf sind wir bereit für das, was kommt. Wir wollen unser Bewegungsversprechen künftig noch besser einlösen. Und uns stärker auf unsere inhaltlichen Schwerpunkte ausrichten: Europa, Digitalisierung, Bürger*innenrecht und Transparenz. Operation Libero 2.0 will nicht nur Angriffe abwehren, sondern auch vermehrt den entscheidenden Pass nach vorne spielen. Dafür brauchen wir motivierte Freiwillige, Aktivist*innen und Supporter*innen, die diese Themen mit uns bewegen. Bist du dabei?

Die aktuelle politische Grosswetterlage zeigt, dass es unsere Bewegung dringend braucht: Burkaverbot und Errorgesetz (PMT) setzen grundlegende Errungenschaften unserer liberalen Gesellschaft aufs Spiel. Die Gegner*innen der Ehe für Alle haben das Referendum eingereicht, wir werden vermutlich im Herbst darüber abstimmen und der Liebe zum Durchbruch verhelfen. Auch Europa ist brandaktuell, wir beobachten und lassen bezüglich Rahmenabkommen nicht locker: Eine starke Schweiz braucht ein starkes Europa. Wir stehen ein für eine offene,  fortschrittliche, liberale und gerechte Gesellschaft.

Schön, dürfen wir bei unserem Einsatz auf dich und die ganze Community zählen. Sie macht uns erst zu dem, was wir sind: eine Bewegung.

Lasst uns die Schweiz bewegen!