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Ehe für Alle: Der Nationalrat muss nachbessern

Freitag, 30. August 2019

Die Rechtskommission des Nationalrates schlägt mit ihrem heutigen Entscheid eine Ehe zweiter Klasse für gleichgeschlechtliche Paare vor. Eine Minderheit der Rechtskommission stellt sich hinter das Anliegen der vollständigen Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtlichen Paare. Wir unterstützen diese Minderheit und fordern die Ehe für Alle mit gleichen Rechten und Pflichten.

Lange haben wir darauf gewartet, dass auch in der Schweiz die Realität endlich anerkannt wird und die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird. Und endlich hat die Rechtskommission eine Entscheidung zur Ehe für Alle getroffen. Doch leider verpasst die Kommission die Chance es richtig zu machen. Der Zugang zur Samenspende soll weiterhin nur verschiedengeschlechtlichen Ehepaaren vorbehalten bleiben. Damit wird eine Ehe zweiter Klasse für gleichgeschlechtliche Paare geschaffen.

Wir unterstützen die Minderheit der Kommission, welche eine vollständige Öffnung der Ehe für Alle mit allen Rechten und Pflichten vorsieht. Obwohl 97 von 154 der Vernehmlassungsteilnehmenden sich für eine vollständige Öffnung der Ehe ausgesprochen haben, glaubt die Mehrheit der Kommission die vollständige Öffnung sei nicht mehrheitsfähig. “Nun liegt es am Parlament, die Realität endlich anzuerkennen und die Vorlage entsprechend anzupassen.” sagt Co-Kampagnenleiter Ruedi Schneider. 

Im Vorfeld der Kommissionssitzung machte Operation Libero mit einem «24-Stunden Reality-TV für die Ehe für Alle» auf das Anliegen aufmerksam: Während 24 Stunden lebten Dominique Rinderknecht und Tamy Glauser im Schaufenster mitten in Bern. Die Aktion konnte im Live-Stream mitverfolgt werden. 

Seit ihrer Gründung setzt sich Operation Libero für die Ehe für Alle ein und unterstützt die parlamentarische Initiative. In einer fortlaufenden Petition wurden bereits über 37’000 Unterschriften für das Anliegen gesammelt. Für Ruedi Schneider und Operation Libero ist die Ehe für Alle kein LGBT-Anliegen, sondern eine liberale Selbstverständlichkeit: “Wir wollen keine Homo-Ehe, sondern schlicht gleiche Rechte für Alle. Wir wollen die Ehe für Alle - mit allen Rechten und Pflichten.”

Liebe ist Liebe. Zeit, dass sich auch in der Schweizer Politik die Realität durchsetzt.

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